Stadt machen

10.000 neue Wohnungen in 10 Jahren

Wie sieht die Neubaustrategie der WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte aus?

Madeleine Hohlbein, Bereichsleiterin Quartiersentwicklung und Katja Wiggers, Abteilungsleitung Projektrealisierung erzählen im Gespräch, worauf es in Sachen Neubau ankommt und welche Herausforderungen bei der Planung gemeistert werden.

Rund 10.000 neue Mietwohnungen sollen in den nächsten 10 Jahren in Berlin durch die WBM entstehen. Bei diesem ambitionierten Ziel setzt die WBM auf moderne Quartiersentwicklung mit besonderem Fokus auf die Bereiche Wohnqualität, Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung. Dazu ist allein in den nächsten 12 Monaten der Baubeginn von 690 neuen Wohneinheiten unter anderem in Berlin-Spandau, Mitte und Friedrichshain geplant.

Faire Mieten und neuer Wohnraum für die Hauptstadt 

Ein zentrales Element der Neubaustrategie ist bezahlbarer Wohnraum. Die WBM setzt sich konsequent für leistbare Mieten ein, um den angespannten Berliner Wohnungsmarkt zu entlasten. Madeleine Hohlbein, Bereichsleiterin Quartiersentwicklung bei der WBM, betont im Gespräch, „[…] dass bei neuen Projekten darauf geachtet wird, dass auch mit einem hohen Anteil öffentlich geförderter Wohnungen eine gute Wohnqualität und Architektur bei der Planung im Fokus steht.“

Klimafreundliches, ressourcenschonendes und emissionsarmes Bauen


Ein weiterer Schwerpunkt bei der Neubaustrategie liegt auf nachhaltigem und klimafreundlichem Bauen, erklärt Katja Wiggers: „Neue Gebäude sollen nach Möglichkeit ressourcenschonend und emissionsarm entstehen. Moderne Bauverfahren und nachhaltige Materialien senken den Energieverbrauch und verringern den CO₂-Ausstoß.“ Im Projekt Weinstraße in Friedrichshain nutzt die WBM beispielsweise modulare Serienfertigung und setzt auf Recycling-Glaswände. Solche Lösungen reduzieren nicht nur Umweltbelastung, sondern beschleunigen auch die Bauprozesse. Das zeigt, dass nachhaltiges Bauen und Effizienz keine Gegensätze sein müssen.

Neubauprojekte und lebendige Stadtgestaltung zusammen denken 

Auch Quartiersentwicklung und Gemeinschaft machen einen wichtigen Teil der Neubaustrategie aus. Die WBM versteht Neubauprojekte nicht als isolierte Bauvorhaben, sondern als Teil einer lebendigen Stadtgestaltung: In der Berolinastraße entsteht ein inklusives, generationenübergreifendes Wohnprojekt mit rund 74 zum Großteil barrierefreien Mietwohnungen sowie Räumen für Veranstaltungen und Beratung. Auch an der Rathenower Straße in Berlin-Moabit verfolgt die WBM ein ganzheitliches Konzept mit Gemeinschaftswohnungen, Kulturräumen und öffentlichen Freiflächen. 

Die Herausforderung: Steigende Baupreise und begrenzter Raum

Was derzeit aus Madeleine Hohlbeins Sicht die größten Herausforderungen im Baugewerbe sind? Zum einen natürlich die wirtschaftliche Situation, betont die Leiterin der Quartiersentwicklung: „Durch den Krieg in der Ukraine und der Corona-Pandemie sind die Baupreise deutlich gestiegen“, so Hohlbein. "Aber wir haben ein starkes finanzielles Fundament und eine geringe Verschuldung", ergänzt sie. Auch die begrenzte Flächenverfügbarkeit in Berlin stellt die WBM immer wieder vor Herausforderungen. In der Hauptstadt, in der die Einwohnerzahl kontinuierlich steigt, gibt es wenig Raum für Neubauten. Und die Anforderungen an die Qualität sind gestiegen, weil auch die Anforderungen an unsere Gebäude gestiegen sind. Gerade große Quartiersentwicklungen erfordern deshalb lange Planungsvorläufe, erklärt sie. Dabei müssten zum Beispiel Abrisse von alten Gebäuden einkalkuliert und viele verschiedenen Stakeholder in die Planung eingebunden werden.

Ein Hochhaus für die Köpenicker Straße 

Ein weiteres besonderes Neubauprojekt, das auch für Madeleine Hohlbein seine Herausforderungen in der Planung mit sich brachte, entsteht derzeit in der Köpenicker Straße in Berlin-Mitte. Auf einem früheren Parkplatz, der gleichzeitig Erinnerungsort an den Luftfahrtpionier Otto Lilienthal ist, realisiert die Wohnbaugesellschaft ein Ensemble aus einem zwölfgeschossigen Hochhaus und einem dreigeschossigen Flachbau mit sechs begrünten Innenhöfen. Insgesamt entstehen dort 102 Mietwohnungen, rund 40 davon mit öffentlicher Förderung. Ein großer Teil der Wohnungen ist barrierefrei gestaltet, um Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen ein selbstbestimmtes Wohnen zu ermöglichen.

Neuer Wohnraum entsteht

Sie möchten genau wissen, welche Neubauvorhaben in den kommenden Monaten und Jahren geplant sind? Auf unserer Website finden Sie Infos zu den Bauvorhaben und Neuigkeiten rund um deren Umsetzung.

Nachhaltig die Zukunft gestalten

Um die Berliner Quartiere zukunftsfähig und ansprechend zu gestalten, setzt die WBM auf nachhaltige Energieversorgung und hat für die kommenden 10 Jahre eine Photovoltaik-Strategie entwickelt. Auch im Bestand werden Maßnahmen zur Verbesserung von Außenräumen, Freiflächen und Nahversorgung umgesetzt – besonders bei Nachverdichtungen.

Ein positiver Blick in die Zukunft: die neuen Bauprojekte ab 2026

Im Jahr 2026 beginnt die WBM mit dem Bau von 690 neuen Wohnungen in Berlin-Mitte, Friedrichshain und Spandau und setzt ihre Pläne in die Tat um. Insgesamt acht Bauprojekte gehen in die Umsetzung. Damit wird die Neubaustrategie konsequent fortgeführt und die Entlastung des Berliner Wohnungsmarkts vorangetrieben.

Visualisierung des künftigen Neubaus Friedenstraße 84 im Friedrichshain
Visualisierung des künftigen Neubaus Mollstraße hinter Nummer 22 im Friedrichshain
Visualisierung des künftigen Neubaus Neue Jacobstraße neben Nummer 42 in Mitte
Visualisierung des künftigen Neubaus Singerstraße neben Nummer 77 in Friedrichshain