Stadt machen

Haus des Lehrers

Wir werfen einen Blick auf die spannende Geschichte des ehemaligen Vereinshauses und finden heraus, wie aus einem Haus für Lehrer ein Ort für alle entstehen konnte.

Detailansicht eines Gebäudes mit aufwendiger Verzierung. Die Sonne scheint, der Himmel ist blau und um das Gebäude sind ein Baum und der Berliner Fernsehturm zu erkennen.

In direkter Nachbarschaft zum Alexanderplatz steht ein außergewöhnliches Gebäude: das Haus des Lehrers. Zu dem markanten Hochhaus mit 13 Stockwerken, gehört auch ein angrenzender Kuppelbau mit Glasdach. Deshalb sei an dieser Stelle bereits erwähnt, dass das Gebäudeensemble offiziell den Namen „Haus des Lehrers & bcc“ trägt. 

Blick von der Straße auf ein charakteristisches Hochhaus. Vor dem Gebäude stehen vier blaue Fahnen und ein Baum. Der Himmel ist blau und die Sonne scheint.
Das Haus des Lehrers wie wir es heute kennen.
Detailansicht des Eingangs des „Haus des Lehrers“. Der Name des Gebäudes steht auf einer grauen Wand neben einer großen Glasfront. Im Vordergrund sind vier Säulen angeschnitten.
Direkt am Eingang fallen die großen tragenden Säulen ins Auge.
Ein Gebäude mit bunter Fassadengestaltung aus Mosaik im Anschnitt. Das Hochhaus spiegelt sich in einer Glasfront und ist daher doppelt zu sehen.
An einem sonnigen Tag entstehen spannende Blickwinkel in der Alexanderstraße 41.

Ein eigenes Haus für den Berliner Lehrerverein

Bevor das heutige Hochhaus mit angrenzender Kongresshalle in den Jahren 1961 bis 1964 nach den Plänen des Architekten Hermann Henselmann gebaut wurde, befand sich hier bis 1945 das sogenannte „Lehrervereinshaus“. Das eher unspektakuläre Gebäude, welches für den Berliner Lehrerverein erbaut wurde, fiel schließlich 1945 dem Zweiten Weltkrieg zum Opfer.

Ein besonderes Denkmal mit International Style

Das in den Folgejahren errichtete architektonische Geschwisterpaar in der Alexanderstraße 41 in Berlin-Mitte, steht mittlerweile unter Denkmalschutz. Es wurde zuletzt 2004 aufwendig saniert und modernisiert und ist bis heute ein beeindruckendes Beispiel für den International Style in Berlin. 

Detailansicht eines farbig gestalteten Mosaiks an einer Hochhausfassade. Im Anschnitt sind Bäume zu erkennen.
Das in die Jahre gekommene Mosaik von Walter Womacka wurde in der Quedlinburger Glaswerkstatt Schneemelcher aufwendig restauriert.
Froschperspektive von einer Blumenwiese. Im Mittelpunkt steht ein Hochhaus und der Berliner Fernsehturm an einem sehr sonnigen Tag.
Das Haus des Lehrers macht aus jeder Perspektive eine spannende Figur.

Womacka-Fries: Kunstwerk aus tausenden Einzelsteinen

Steht man vor dem großen Gebäude, fallen einem sofort die runden Säulen auf, die das Erdgeschoss stützen. Die darüberliegende, markante Fassade folgt einem klaren Raster aus Glas und Aluminium. Im Mittelpunkt steht aber das rund 125 Meter lange und etwa 7 Meter breite Mosaik „Unser Leben“ von Künstler und Maler Walter Womacka. Es zeigt Szenen aus Alltag, Arbeit, Bildung und Wissenschaft als plakatives optimistisches Bild der sozialistischen Gesellschaft. Das „Womacka-Fries“ besteht aus etwa 800.000 Einzelteilen, die teilweise aus Kacheln des U-Bahnhofs Schillingstraße entstanden sind.

Das Haus des Lehrers ist ein Haus für alle

Heute wird das Ensemble rund um das Haus des Lehrers von der Bcc Grundstücksgesellschaft bR, die sich aus einem Berliner Veranstaltungsunternehmen und der WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH zusammensetzt, verwaltet. Die Gebäude haben ihre Türen längst nicht mehr nur für Lehrer*innen geöffnet und werden inzwischen als Veranstaltungsort und Büro- und Geschäftsgebäude bewirtschaftet.