Haus des Lehrers
Wir werfen einen Blick auf die spannende Geschichte des ehemaligen Vereinshauses und finden heraus, wie aus einem Haus für Lehrer ein Ort für alle entstehen konnte.
In direkter Nachbarschaft zum Alexanderplatz steht ein außergewöhnliches Gebäude: das Haus des Lehrers. Zu dem markanten Hochhaus mit 13 Stockwerken, gehört auch ein angrenzender Kuppelbau mit Glasdach. Deshalb sei an dieser Stelle bereits erwähnt, dass das Gebäudeensemble offiziell den Namen „Haus des Lehrers & bcc“ trägt.
Ein eigenes Haus für den Berliner Lehrerverein
Bevor das heutige Hochhaus mit angrenzender Kongresshalle in den Jahren 1961 bis 1964 nach den Plänen des Architekten Hermann Henselmann gebaut wurde, befand sich hier bis 1945 das sogenannte „Lehrervereinshaus“. Das eher unspektakuläre Gebäude, welches für den Berliner Lehrerverein erbaut wurde, fiel schließlich 1945 dem Zweiten Weltkrieg zum Opfer.
Ein besonderes Denkmal mit International Style
Das in den Folgejahren errichtete architektonische Geschwisterpaar in der Alexanderstraße 41 in Berlin-Mitte, steht mittlerweile unter Denkmalschutz. Es wurde zuletzt 2004 aufwendig saniert und modernisiert und ist bis heute ein beeindruckendes Beispiel für den International Style in Berlin.
Womacka-Fries: Kunstwerk aus tausenden Einzelsteinen
Steht man vor dem großen Gebäude, fallen einem sofort die runden Säulen auf, die das Erdgeschoss stützen. Die darüberliegende, markante Fassade folgt einem klaren Raster aus Glas und Aluminium. Im Mittelpunkt steht aber das rund 125 Meter lange und etwa 7 Meter breite Mosaik „Unser Leben“ von Künstler und Maler Walter Womacka. Es zeigt Szenen aus Alltag, Arbeit, Bildung und Wissenschaft als plakatives optimistisches Bild der sozialistischen Gesellschaft. Das „Womacka-Fries“ besteht aus etwa 800.000 Einzelteilen, die teilweise aus Kacheln des U-Bahnhofs Schillingstraße entstanden sind.

Das Haus des Lehrers ist ein Haus für alle
Heute wird das Ensemble rund um das Haus des Lehrers von der Bcc Grundstücksgesellschaft bR, die sich aus einem Berliner Veranstaltungsunternehmen und der WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH zusammensetzt, verwaltet. Die Gebäude haben ihre Türen längst nicht mehr nur für Lehrer*innen geöffnet und werden inzwischen als Veranstaltungsort und Büro- und Geschäftsgebäude bewirtschaftet.




