Spaziergang durch den Volkspark Friedrichshain
Zwischen geschichtsträchtigen Wegen, alten Baumriesen und weiten Wiesen: der Volkspark Friedrichshain hat als ältester Park Berlins einiges erlebt. Wir werfen einen Blick auf die vielen spannenden Orte im Park.
August in Berlin. Die Stadt brummt, die Straßen flimmern, und wer kann, genießt die letzten Sommertage draußen. Picknickdecken, Slacklines, Kinderwagen, Eisbecher – alle nutzen diese Zeit ausgiebig. Nicht nur deshalb zieht es an diesem Tag auch das Team vom Online-Magazin raus in den Volkspark Friedrichshain. Zwischen Märchenfiguren und Teichglitzern wollen wir uns anschauen, wie sich dieser geschichtsträchtige Ort im Sommer anfühlt. Mit dabei: unsere Hündinnen Hexe und Yuna. Auch sie freuen sich auf etwas Bewegung und zeigen uns, wo der Park am besten duftet.
Endlich ein Park für alle
Der Volkspark Friedrichshain ist etwas Besonderes: Er war der erste Park Berlins, der für alle Menschen angelegt wurde – nicht nur für König oder Adel, sondern für die Stadtbewohner*innen.

Hereinspaziert und willkommen im Volkspark
Der Volkspark hat viele Gesichter, aber wo die „Friedenstraße“ und „Am Friedrichshain“ aufeinandertreffen, wirkt er wie ein alter Bekannter. Hier beginnt unser Spaziergang. Unmittelbar an der Straße tobt der Verkehr, aber nur drei Schritte weiter hören wir nur noch Vogelgezwitscher und vereinzelt ein paar Menschenstimmen. Als würde der alte Park zu uns sagen: „Komm rin und mach dir’s jemütlich.“

Es war einmal ein Märchenbrunnen
Und wo könnte es im Sommer gemütlicher sein als am Wasser? Nur wenige hundert Meter vom Eingang entfernt, sprudelt es im Märchenbrunnen vor sich hin. Ein tolles Berliner Kontrastprogramm lässt sich hier beobachten: Neben den kunstvoll gemeißelten Märchenfiguren des Brunnens, lässt man sich den Döner in der Sonne schmecken, während die Kinder im Wasser planschen. Wir huschen vorbei am geselligen Treiben, denn Hexe und Yuna dürfen hier leider nicht die Pfoten ins Wasser halten.

Spurensuche im Park: Das Denkmal der Spanienkämpfer
Wir biegen rechts ab und nachdem wir dem grün gesäumten Weg einige Meter gefolgt sind, erreichen wir einen gepflasterten Platz. In dessen Mitte steht plötzlich ein wuchtiges Denkmal aus Bronze und Stein vor uns. Wir halten kurz inne und lassen den Anblick auf uns wirken. Ein Blick auf die Infotafel verrät: Das Denkmal der Spanienkämpfer erinnert an die deutschen Freiwilligen, die im Spanischen Bürgerkrieg gegen den Faschismus kämpften. Hexe und Yuna schnüffeln interessiert. Sie wissen nichts von der Bedeutung des Denkmals, aber für ein Foto standen sie gerne bereit.
Gustav Meyer – der Architekt des Volksparks
Bei der Gestaltung des Volksparks Friedrichshain ging es um neue, freiheitliche Ideen. Erstmals schrieb die Stadt Berlin dafür einen Wettbewerb aus. Den gewann Gustav Meyer (1816–1877). Sein Entwurf legte den Grundstein für den Park.
Zwischen Bäumen flimmern Filme
Wir entschließen uns, den großen Weg zu verlassen und die kleineren Pfade zwischen den vielen Bäumen entlangzugehen. Auf einmal zieht uns ein süßer, vertrauter Duft in die Nase. Auch Hexe und Yuna heben die Köpfe und schnuppern interessiert. Wenige Schritte später wissen wir, warum: Zwischen den alten Bäumen liegt eines der ältesten Open-Air-Kinos Berlins. Seit über 30 Jahren flimmern hier von Mai bis September Filme unter freiem Himmel. Wenn wir hier wohnen würden, wären wir den ganzen Sommer über Stammgäste. Für die Bewohner*innen des WBM-Quartiers an der Friedenstraße ist das Realität – ein kurzer Abendspaziergang, und schon beginnt der Kinozauber direkt vor der Haustür.

Modernes Wohnen mitten im Quartier
Wo früher das Böhmische Brauhaus stand, steht heute ein neues Stück Stadt. Das moderne Wohnquartier der WBM an der Friedensstraße verbindet urbanes Wohnen mit Nachbarschaftsgefühl: gut angebunden, mitten im Kiez und direkt am Volkspark Friedrichshain.
Ein Denkmal mit königlicher Geschichte
Auch wenn wir uns nur schwer vom Popcornduft losreißen können, setzen wir unseren Spaziergang fort. Und wir müssen nicht lange warten, bis wir den nächsten spannenden Ort entdecken: Das Denkmal Friedrich II. von Preußen. Auch dieses besteht aus Metall und Stein – typisch für die Denkmäler im Volkspark. Auch hier lassen sich Hexe und Yuna für ein Foto begeistern. Die Spaziergänger*innen lächeln uns zu, während wir uns darum bemühen, dass die beiden gleichzeitig in die Kamera schauen.

Ein Symbol für Verständigung und Frieden
Wir folgen dem Weg hinter dem Denkmal und folgen einem Glitzern zwischen den Bäumen. Am großen Teich legt sich eine besondere Ruhe über den Volkspark. Enten ziehen ihre Bahnen, ein paar Menschen sitzen am Ufer. Wir laufen links um den Teich herum und sehen zwischen den Bäumen am Ufer einen Pavillon. Als wir näherkommen, lässt sich auch seine Form erkennen: Eine Japanische Pagode. In ihrem Inneren hängt eine eiserne Glocke. Auf den Infotafel lesen wir: Die Weltfriedensglocke war ein Geschenk aus Japan, damals, als Berlin noch geteilt war. Heute ist es still, aber zu besonderen Anlässen wird sie auch genutzt.
Kleine Pause am Café Schönbrunn
Wir laufen um den Teich herum und uns fällt ein Gebäude ins Auge. Das Café Schönbrunn versprüht einen Mix aus 50er-Jahre-Charme und Ost-Nostalgie. Nach all den Endrücken entscheiden wir, dass es Zeit für eine kleine Pause ist. An so einem schönen Tag wie heute sind draußen kaum noch Tische frei, aber wir finden ein Plätzchen. Hexe und Yuna liegen zufrieden im Schatten, während wir uns ein kühles Getränk bestellen und den Trubel beobachten.

Blick über Berlin, auf dem kleinen Bunkerberg
Nachdem wir uns im Café gestärkt haben, setzen wir unseren Spaziergang fort. Wieder einmal wählen wir einen der schmaleren Pfade – davon gibt es im Volkspark erstaunlich viele. Während wir so dahin schlendern, merken wir, dass es stetig bergauf geht. Und ehe wir uns versehen, stehen wir oben auf einem der Hügel und blicken über die Stadt. Der Himmel leuchtet orange im Sonnenuntergang, Berlin liegt friedlich vor uns. Immer mehr Menschen lassen sich hier nieder, auf den treppenartig angelegten Hängen, die wie natürliche Sitzreihen wirken. Ein stiller Moment und doch fragt man sich, ob alle hier wissen, worauf sie eigentlich sitzen.

Für alle Sinne: der Duftgarten im Friedrichshain
Nachdem wir vom Hügel wieder hinabgestiegen sind, breitet sich der Park weit vor uns aus. Wir folgen einem kleinen Pfad, bis wir auf einen abgegrenzten Bereich stoßen: den Duftgarten. In der Mitte steht die Marmorskulptur „Mutter mit Kind“, die dem Garten eine ruhige, fast intime Atmosphäre verleiht. Hexe und Yuna müssen draußen warten, während wir die verschiedenen Düfte genießen – aber ihre feinen Nasen nehmen die Gerüche sicher auch aus der Ferne sehr gut wahr.
Kieztreff im Hundeauslauf
Nachdem Hexe und Yuna geduldig gewartet haben, besuchen wir nun einen Ort im Volkspark, der nur für sie gedacht ist: den Hundeauslauf. Kaum öffnen wir das Tor, schnellen die Ruten hoch und die beiden flitzen los, um die anderen Hunde kennenzulernen. Es wird geschnuppert, getobt und zwischendurch auch mal kurz verschnauft. Während die Vierbeiner ihren Spaß haben, tauschen wir uns mit den anderen Besitzer*innen am Rand aus, fast wie bei einem kleinen Kieztreff im Grünen.

Das grüne Stadion des Volksparks
Hexe und Yuna haben sich müde getobt und kommen schwanzwedelnd auf uns zu. Mit einem Blick zum Tor signalisieren sie uns: „Reicht für heute.“ Wir machen uns also wieder auf den Weg und stehen plötzlich vor einer weiten, ovalen Fläche: dem Hippodrom. Läufer*innen ziehen ihre Runden, und in der Mitte fliegen die Volleyballbälle über das Netz. Wir bleiben noch einen Moment stehen und beobachten die Szenerie mit dem Abendhimmel im Hintergrund, bevor wir den Heimweg antreten.
Rückweg zur Friedenstraße
Als wir wieder an der Friedenstraße ankommen, lassen wir unseren Nachmittag im Volkspark Revue passieren. Wir hätten nicht gedacht, dass es hier so viel zu entdecken gibt. Für die Menschen, die im Neubau der WBM an der Weinstraße einziehen ist das bald möglich. Für sie wird der Park wie ein riesiger Garten, nur wenige Schritte von der Haustür entfernt.
Wohnen am Volkspark
In der Weinstraße in Berlin Friedrichshain entsteht ein modernes Wohnhaus der WBM mit 33 barrierefreien Wohnungen, einem Spielplatz und grünen Flächen, direkt am Volkspark Friedrichshain.
Fazit: Ein Park, viele Gesichter
So endet unser Rundgang durch den Volkspark Friedrichshain. Was anfangs als kleiner Sommerspaziergang geplant war, hat sich als kleine Entdeckungsreise entpuppt: mal laut und voller Leben, mal still und beinahe andächtig. Wer öfter hier ist, weiß: Dieser Park hat zu jeder Jahreszeit etwas zu erzählen und ist auf jeden Fall einen Besuch wert.





